Regina Ölkreislauf
Die Regina wird aus dem 2 Liter fassendem Öltank hinter dem Motor mit Öl versorgt. Dieses wird durch eine im Steuergehäuse befindliche, zweistufige Pumpe über die Ölsaugleitung angesaugt. Die Ölpumpe wird über ein Schneckenrad am rechten Kurbelwellenstumpf angetrieben, und drückt mit der ersten Stufe (P1) das Öl in den Kurbelwellenstumpf und weiter zum Hubzapfen und Pleullager. Das herumschpritzende Öl, welches das Pleullager verlässt, bzw. von der Kurbelwelle verteilt wird, versorgt Kolben und Zylinder. Der Steuertrieb und der Zylinderkopf werden ebenfalls durch Spritzöl und den Ölnebel versorgt. Schließlich sammelt sich das Öl im Sumpf, von wo es durch die zweite, größere Pumpenstufe (P2) angesaugt und zurück in den Öltank transportiert wird. Am Überlaufröhrchen im Öltank kann man den Fluss kontrollieren.
Trockensumpf-Umlaufschmierung (Betriebsanleitung 1. Auflage 1954)
Die für die Ölversorgung notwendigen Leitungen sind in die rechte Gehäusehälfte und den Steuergehäusedeckel eingegossen. Wichtig hierbei sind die Dichtung zum Kurbelwellenstumpf, sowie die Dichtungen am Steuergehäusedeckel und der Ölpumpe. Details zeigt folgendes Bild.
Ölkreislauf bei ausgeblendetem Steuergehäusedeckel; 1 Saugleitung, 2 Saugleitung in der rechten Gehäusehälfte, 3 Saugleitung im Steuerdeckel, P1 erste Pumpenstufe (klein), 4 Druckleitung zum Kurbelwellenstumpf, 5 Saugleitung vom Sumpf, 6 Saugleitung im Steuergehäusedeckel, P2 zweite Pumpenstufe (groß), 7 Druckleitung im Steuergehäusedeckel, 8 Druckleitung im Gehäuse, 9 Druckleitung zurück zum Öltank
Ölpumpen und Antriebsräder
Im Laufe der Regina Baureihen gab es eine Kolbenölpumpe und eine Zahnradölpumpe, beide jeweils durch eine Steuerkette oder Stirnradverzahnung angetrieben. Dies ergibt die vier möglichen Schneckenräder, welche in nachstehender Tabelle angeführt sind.
| Schneckenrad | Antrieb | ET-Nummer | |
| Kolbenölpumpe | Rechtsschnecke (eingängig) |
Kette | TMB9 |
| Strinrad | TMB9-a, 01132101 | ||
| Zahnradölpumpe | Linksschnecke (zweigängig) |
Kette | ohne (sehr selten) |
| Stirnrad | 03132100 |
Die Zahnradölpumpe hat eine höhere Fördermenge als die Kolbenölpumpe. Im Überlauf tritt bei der Kolbenölpumpe das Öl im Leerlauf schluckweise aus, wogegen es bei der Zahnradölpumpe ein durchgehender Fluss sein sollte. Aus diesem Grund wurde die Zahnradölpumpe auch häufig in älteren Motoren nachgerüstet, was im Horex Boten 3/90 Seite 7 & 8 beschrieben wird.
links die Zahnradölpumpe, rechts die Kolbenölpumpe, jeweils mit zugehörigem Schneckenrad für Stirnradantrieb
Kolbenölpumpe
Der Kolben (3) der Ölpumpe wird durch das Schneckenrad in Drehung versetzt. Durch die Kulissenschraube (4) geführt, ergibt sich dadurch die oszillierende Bewegung in axialer Richtung. Die unterschiedlichen Kolbendurchmesser auf den beiden Enden ergeben die beiden Fördermengen. Durch die Abflachungen am Kolben werden die Ölbohrungen freigegeben. Kulissenschraube, Kolben und Buchse sollten auf Verschleiß überprüft werden.
Instandsetzung der Kolbenölpumpe (Horex Bote 2/89 Seite 22, Zeichnung: Albert Eringfeld)
Kolben (3) und Führungsbuchse (5)
Zahnradölpumpe
Auf der Antriebswelle (5) die durch das Schneckenrad in Drehung versetzt wird sitzen an beiden Enden Zahräder (9, 10) die Zahnradpaare antreiben (13, 14). Und noch ein Tip von Siegfried: Ist die Verzahnung der Antriebswelle (5) schon stark verschlissen, kann diese auch um 180 ° versetzt eingebaut werden, dann laufen die Schnecken wieder auf harten Zahnflanken, was für weitere 50000 km halten sollte.
Instandsetzung der Zahnradölpumpe (Horex Bote 2/89 Seite 22, Zeichnung: Albert Eringfeld)
Zahnradölpumpe
Da die Zahnradölpumpe selbst das Öl nicht am Zurücklaufen ins Kurbelgehäuse hindern kann, ist im Gehäuse ein Rückschlagventil integriert. Dieses versteckt sich unter einer der vier Dichtungen und ist mittels Hohlschraube gesichert. Die Funktion des Rückschlagventils ist vor dem Einbau zu Prüfen. Die Kugel kann in die Feder wandern und dessen Funkion ausser Kraft setzen. Dadurch kann Öl bei Stillstand ins Kurgebgähäuse sacken.









